Rund um die Müggelberge

Über fünf Seen kannst Du fahren

Die Startrichtung, ob im oder gegen den Uhrzeigersinn um die Müggelberge gefahren wird, gibt die Wetterlage an.
Beide Richtungen sind möglich und vergleichbar, da weniger die sowieso kaum vorhandene Strömung von Dahme und Spree den Ausschlag geben, sondern die Richtung, aus der der Wind bläst. Kriterium hierfür ist der Große Müggelsee. Da möchte man allenfalls Rückenwind haben. Wenn es beispiellsweise aus Nordost weht, geht’s gegen den Uhrzeigersinn los.

Startplatz ist Köpenick. Möglichkeit zum Parken gibt es in der Straße „Am Generalshof“, von hier kurze Wege zum Einsetzen in die Alte Spree, einem Spreearm, der nördlich um die Baumgarteninsel herumführt.Ob man hier nach rechts oder links startet, ist ziemlich egal, aber sobald man den Hauptarm der Spree erreicht, gilt das vorstehend gesagte, die Windrichtung entscheidet. Gegen den Uhrzeigersinn hält man sich auf der Spree nach rechts und paddelt unter der Dammbrücke (Lindenstraße) hindurch. Links um die Ecke führt die Route unter der Langen Brücke hindurch auf die Dahme. Vom Wasser aus lässt sich ein kurzer Blick auf das Rathaus Köpenick erhaschen. Fünf Kilometer weiter tummeln sich auf der Regattastrecke bei Grünau viele Ruderboote, oftmals ist ein Wettkampf im Gange.

Am Ufer des Langen Sees findet man viele hübsche Badestellen, bevor man die Große Krampe kreuzt und bei Schmöckwitz den Seddinsee erreicht. Die Insel Seddinwall dient leider nicht mehr als Campingplatz für Kanuwanderer. In der Nordostecke des Sees verbinden Gosener Kanal und Gosener Graben den Seddinsee mit dem Dämeritzsee. Der Graben ist den muskelkraftbetriebenen Booten vorbehalten.

Ein- und Ausstieg
Berlin Köpenick
Am Generalshof parken und in die Alte Spree einsetzen.
GPS
52.452283
13.574422

oder
Erkner (öffentlicher Bootsanleger)
Zufahrt über Carl-Bechstein-Weg.
Parken am besten in der Beuststraße, 300 m Fußweg

GPS
52.424442
13.750384

Kanuverleih
Kanusport Erkner
Friedrichstraße 1
15537 Erkner
Tel. +49 3362 502316
www.kanusport-erkner.de

Alternative Tour
Von Erkner aus lohnenswerte Rundfahrten auf den Berliner Gewässern.

Sehenswertes im Umfeld

Biergarten von Berliner Bürgerbräu zur Einkehr mit brauereieigenem Bootssteg
Spreearche
Müggelturm

Wer nach Erkner möchte (oder von dort kommt) hält sich nordöstlich und paddelt 1,5 Kilometer über den Dämeritzsee. Wir halten uns aber links, kreuzen die Schifffahrtsroute, die durch den Gosener Kanal führt, und paddeln auf der Müggelspree weiter. Neu-Venedig liegt dann rechts an der Strecke und ist jedenfalls einen Besuch wert Ebenso das alte Fischerdorf Rahnsdorf. Hier verkehrs nicht nur Berlins einzige Ruderfähre. Der letzte Müggelseefischer verkauft gleich neben dem Anleger seine fangfrischen Fische an den Sommerwochenenden.

Über den Kleinen geht’s in den Großen Müggelsee, schon der leichte Wind baut einige Wellen auf, hier jedenfalls Vorsicht! Motobetriebene Boote müssen auf der mit Tonnen markierten Fahrrinne bleiben. Auf der Müggelspree geht es dann weiter zurück nach Köpenick. An der Baumgarteninsel schließt sich der Kreis.
Am westlichen Ende des Großen Müggelsees lockt Friedrichshagen mit seinen zahlreichen Restaurants und Cafés und konkuriert mit der Spreearche um die Gunst der Wasserwanderer.

Auf der Müggelspree erreichen wir schon bald wieder die Altstadt von Köpenick und damit auch die Alte Spree mit dem Anleger „Am Generalshof“ wo wir unsere Tour begonnen haben.

Wer sich Zeit für diese Tour nimmt, sollte auch den Müggelturm besteigen. Zum Anlegen bietet sich der Steg beim Bootsverleih Spreepoint am Ferienpark Rübezahl an.  Für diese Mühen wird man mit einer herrlichen Rundumsicht belohnt.

Fotos: Dagmar Schwelle

Streckenlänge
34 km

Dauer
Tagesausflug, besser zwei Tagestouren

Übernachtung
Insel Seddinwall im eigenen Zelt (Anmeldung beim LKV Berlin e.V.)
Kanu Club Erkner

Schwierigkeit
Schnellaufbauende Winde auf dem Müggelsee, Ausflugsdampfer, zahlreiche private Boote

Checkliste

Damit du  für deine Tour nichts vergisst. 


Touren

Von Lichtenberg nach Neukölln

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Was ist die „Gelbe Welle“?

  • Die „Gelbe Welle“ ist ein Hinweisschild mit hohem Wiedererkennungswert, das im gesamten Bundesgebiet vertrieben wird.

  • Ein Zeichen, das in Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt und der Wasserschutzpolizei entwickelt wurde.

  • Das Zeichen der „Gelben Welle“ ersetzt nicht das amtliche „P“ und bedingt keine rechtliche Grundlage. Es kennzeichnet vielmehr unterschiedliche privatrechtliche Angebote der Unternehmen und Vereine.

  • Eine Ausnahme bilden kommunale Sportbootliegestellen, die mit dem amtlichen „P“ gekennzeichnet sind. Bei diesen ist die zusätzliche Kennzeichnung mit der „Gelben Welle“ von Vorteil.

  • Das Schild der „Gelbe Welle“ besteht aus verschiedenen Einzel-Modulen, die über zwei Schienen miteinander in Verbindung sind. Jedes Element ist kleiner als 1m2 und daher nicht genehmigungspflichtig.